Montag, 11. November 2013

[Rezension] Der Augensammler - Sebastian Fitzek

Titel:
Der Augensammler
Autor:
Sebastian Fitzek
Genre:
Psychothriller
Verlag:
Knaur TB
Seiten:
439
Preis:
9,99 Euro
ISBN:
978-3426503751
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45 Stunden... 45 Stunden und 7 Minuten bleiben Polizei und Vätern um ihre Kinder zu finden. 45 Stunden und 7 Minuten nach dem Leichenfund ihrer Frauen. Läuft die Zeit ab, sterben die Kinder. Beim Fund ihrer Leichen fehlt ihnen das linke Auge...
Denn so geht er vor, der Augensammler.
 Alexander Zorbach, Journalist und ehemaliger Polizist, steckt auf einmal mittendrin in der Suche und Jagd auf den Sammler. Er, der selbst Vater ist. Er, der selbst auf einmal nicht mehr versteht, was um ihn herum vor sich geht und schon an seinem Verstand zweifelt.
Wie kommt seine Geldbörse an den Tatort und macht ihn damit zum Hauptverdächtigen? Was bedeuten die Visionen der blinden Alina? Hat sie wirklich den Sammler bei sich gehabt und durch Berührung den Vorgang seiner letzten Tat sehen können?
Das alles sind die Fragen, die ich mir auf über 400 Seiten Spannung gestellt habe. 
"Der Augensammler" war nun mein dritter Fitzek. Da es überall heißt, es sei sein bester, waren meine Erwartungen natürlich dementsprechend hoch. Nachdem ich nun letzten Monat "Der Nachtwandler" gelesen habe, wollte ich uuunbedingt nun dieses Buch lesen.
Schon beim Kauf verwirrten mich die rückwärtslaufenden Seitenzahlen. Und wie viele andere warscheinlich auch, dachte ich direkt, dass mit dem Buch was nicht stimmt. Aber, wenn man genauer hinsieht, entdeckt man auch den kleinen Text vom Autor, dass dies so seine Richtigkeit hat. Irgendwann begreift man dann auch, warum.
Zu Beginn der Geschichte lernen wir Alexander Zorbach kennen, der mit seinem kleinen Sohn Geschenke in einem Kinderhospital verteilen möchte. Als er seinen Geldbeutel nicht findet, geht er zurück zum Auto um dort zu suchen. Da Zorbach ehemaliger Polizist ist und nun für die Presse tätig ist, befindet sich in seinem Auto ein Polizeifunk. Dort hört er, dass der Augensammler wieder zugeschlagen hat. Natürlich lässt er sofort alles stehen und liegen und macht sich auf den Weg zum Tatort. Dort ist man überrascht und ein ehemaliger Kollege teilt ihm mit, dass der Leichenfund gar nicht über den Polizeifunk mitgeteilt wurde. Als dann noch seine Brieftasche am Tatort aufgefunden wird, glaubt Zorbach, dass er langsam den Verstand verliert. Er flüchtet vor der Polizei und sich selbst auf das alte Hausboot seiner Mutter. Doch auch dort soll er keine Ruhe finden, denn dort wartet das blinde Medium Alina auf ihn, die er angeblich selbst dort hingeordert hat...

Spätestens an diesem Punkt kann man es nicht mehr abwarten, herauszufinden was da los ist. Stimmt wirklich mit Zorbach irgendwas nicht? Oder spielt jemand ein übles Spiel mit ihm? Ich muss zugeben, dass ich wirklich viele Fragezeichen über dem Kopf hatte. Im Laufe des Buches habe ich dann auch für mich selbst einen Verdächtigen ermittelt. Sehr oft liege ich damit richtig, doch diesmal lag ich wirklich komplett daneben! Und das hat mich sehr gefreut, denn im Grunde ist es ja doch ziemlich doof, wenn man schon so schnell weiß, wer der Mörder ist. Klar hat das immer diesen "Hab ich es doch gewusst" Effekt, aber irgendwie ist es ja auch langweilig.
Die Charaktere waren meiner Meinung nach wieder sehr gut ausgearbeitet. Zorbach und Alina kann man sich während des lesens richtig gut vorstellen und man könnte meinen, dass man diese Leute wirklich kennt. Dies habe ich schon an den anderen Bücher von Sebastian Fitzek sehr geschätzt. Auch versteht er es, der Geschichte nicht an Spannung zu nehmen. Klar gibt es auch hier mal ein paar Seiten, die "dahinplätschern", aber nicht mit dem Effekt, dass man das Buch weglegen möchte. Und es geht dann sehr schnell auch wieder gewohnt spannend weiter. Das Ende des Buches, für mich vollkommen überraschend, aber sehr gut.
Das einzige, was mir hier absolut auf den Magen geschlagen hat, sind die Kapitel aus Sicht des gefangenen Jungen. Puh, das hat mir wirklich zu schaffen gemacht und ich muss gestehen, dass mir hier auch das ein oder andere Tränchen runtergelaufen ist. Da ich ja selbst Mutter bin berühren mich solche Sachen immer sehr extrem!
"Der Augensammler" bekommt von mir 4 Sterne. Es ist ein super Buch und ich kann es an Thrillerfans wirklich nur weiterempfehlen. Natürlich werde ich auch "Der Augenjäger" noch lesen.
Mit "Der Augensammler" habe ich dann auch gleich die erste Aufgabe der Task-Challenge erfüllt:

Pflichtaufgabe 1: Lies ein Buch, dessen Autor/Autorin ein S im Vornamen hat.

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