Freitag, 20. Februar 2015

"Gone Girl" von Gillian Flynn


"Gone Girl - Das perfekte Opfer"

Gillian Flynn
Roman 
Fischer Verlag
570 Seiten
9, 99 Euro als Taschenbuch


Challenges:

Wälzer Challenge
Ran an den SuB Challenge Februar: Einzelbände
Schocki Books Challenge: Zartbitter Schocki







Inhalt:

Nick und Amy sind seit genau 5 Jahren verheiratet, als Amy plötzlich spurlos verschwindet.
Alles sieht danach aus, dass Amy gewaltsam aus dem gemeinsamen Haus entführt wurde.
Schnell gerät ihr Ehemann Nick in das Visier der ermittelnden Beamten und auch die Öffentlichkeit bildet sich schnell ihre Meinung über ihn.
Denn alle Beweise und sein Verhalten sprechen nicht unbedingt für seine Unschuld...

Persönliche Meinung:

Puuuuh... wie ihr sicher schon mitbekommen habt, fällt es mir immer unheimlich schwer, etwas über ein Buch zu schreiben, dass mir so gar nicht gefallen hat. Denn ich möchte natürlich weder den Autor, noch die "Fans" dieses Buches irgendwie "beleidigen" oder angreifen. Und es gibt ja Menschen, die nehmen es einem echt übel, wenn man was negatives zu "sagen" hat oder sagen dann gerne auch mal, man hat das Buch einfach nur nicht verstanden. Ich möchte aber meine Meinung trotzdem ehrlich verfassen, auch wenn es vielleicht nicht positiv ist.

Ich fing Gone Girl mit großen Erwartungen an zu lesen, denn was ich hörte, war durchaus positiv. Das das Buch auch so viele negativen Bewertungen hat, habe ich erst während des lesens fest gestellt. Aber gut, das hätte mich jetzt auch nicht davon abgehalten, es selbst zu probieren. Denn ich war einfach sehr heiß auf die Geschichte.

Schon auf den ersten Seiten war mir dann aber irgendwie klar, dass das vielleicht nichts für mich ist. Ich mochte sowohl Nick als auch Amy überhaupt nicht! Es war richtige Überwindung, weiter zu lesen. Ich bin halt so. Wenn mir alle Charaktere in einem Buch unsympathisch sind, dann fällt es mir schwer, mich zu begeistern. Vor allem, wenn sie mich so entsetzlich nerven.
Aber das war es nicht allein. Der Schreibstil war so lala, die Geschichte einfach dröge. Und sowas von vorhersehbar! Nach ca. 40 Seiten sagte ich zu meinem Mann: Wetten das kommt am Ende so und so? Gut, es kam nicht 100% so, aber sagen wir....99?

Auf Seite 150 ca. wollte ich das Buch dann abbrechen. Ich postete in einer FB Gruppe und fragte nach Meinungen zu dem Buch. Die ersten Stimmen waren niederschmetternd: es bleibt so, es wird noch schlimmer, ich habe es abgebrochen usw. Irgendwo dazwischen kamen aber auch Meinungen, dass es richtig super war und in der Mitte eine krasse Wendung kommt, von der man nichts ahnt. Nach dem ersten schwarzen "Trennblättchen" sollte es losgehen. Ich quälte mich also bis dorthin und hatte weiterhin große Hoffnung, dass sich meine Meinung zu dem Buch noch ändert. Ich wollte so gerne, dass es mir gefällt!
 Was man dem Schreibstil zu Gute halten muss, ist die Tatsache, dass man recht schnell vorwärts kommt, wenn man dran bleibt. Das erste Trennblättchen kam...ich war aufgeregt...und tadaaa....eine der Vermutungen, die ich auf Seite 40 zu meinem Mann sagte, traf zu. Uff...diese krasse Wendung, von der alle sprachen war also etwas, was mir schon klar war. Und nein, ich möchte mich jetzt nicht als besonders klug oder sonst was hinstellen. Ich habe einfach ein feines Näschen für sowas und das Verhalten mancher Menschen. Auch wenn es nur Buchcharaktere sind. Mir ist es auch fast unmöglich einen Thriller oder Krimi zu lesen, ohne den richtigen Verdacht des Täters zu haben. Gleiches gilt übrigens auch für sämtliche Tv Serien :D

Für mich war also spätestens da die Sache eigentlich sowas von gegessen. Aber abbrechen auf Seite 300 noch etwas? Das fällt mir dann auch schwer. Also habe ich mich durchgebissen. Wirklich, man kann es nur durchbeißen nennen. Die Charaktere wurden immer nerviger, die Story vollkommen abgedreht. Zudem war das ganze nicht spannend. Die Kommentare einiger Fans des Buches, die sagten, dass man sehen kann, was aus einer Ehe werden kann, finde ich auch übertrieben. Denn so endet bestimmt nicht eine Ehe, wenn beide Personen noch ganz gescheit im Kopf sind. Und nein, ich meine das nicht beleidigend! Aber ohne psychische Probleme reagiert man sicher so nicht.

Das Buch ist sehr auf die Psychologie ausgelegt, allerdings finde ich auch das einfach nicht gelungen. Dafür war es mir einfach zu stumpf.

Fazit und Bewertung:

Für mich leider ein totaler Flopp! Das Buch konnte mich weder packen, noch überraschen. Ganz im Gegenteil. Ich war so genervt, dass ich mehrfach die Augen verdrehen musste. Trotzdem würde ich jedem raten, sich sein eigenes Bild von der Geschichte zu machen und möchte auf keinen Fall von dem Buch abraten. Denn sehr viele Leser sind richtig begeistert davon. Und das ist wirklich ein Buch, bei dem man nicht sagen kann, dir und dir gefällt es und für dich ist es nix. 

Dennoch bekommt Gone Girl von mir leider nur



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