Donnerstag, 26. Februar 2015

"Töchter des Nordlichts" von Christine Kabus



                     "Töchter des Nordlichts"

Christine Kabus
Norwegenroman
Familie, Familiengeheimnis, Historik, Liebe, Freundschaft
Bastei Lübbe
558 Seiten
8,99 Euro als Taschenbuch










Challenges:

Wälzer Challenge


Inhalt:

2011: Seit Nora im letzten Sommer die Wahrheit über ihre Herkunft erfahren hat, liegt sie im Streit mit ihrer Mutter. Doch da sie endlich herausfinden möchte, was genau vorgefallen ist, spricht sie sich mit ihr aus und reist mir ihr zu ihrem Onkel in den Norden Norwegens. Dort erfahren die beiden einige Dinge, die entscheidend dafür sind, dass die beiden Frauen sich auf den Weg in das Heimatdorf von Noras Vater machen. Dort treffen sie auf Noras samische Familie und Nora ist vollkommen überwältigt von den vielen lieben Menschen, die sie leider erst jetzt kennen lernt.
Auch der attraktive Mielat spielt ganz schnell eine bedeutende Rolle in Noras Leben. 
1915: Die 9 jährige Ailu lebt zusammen mit ihrer samischen Familie im hohen Norden Norwegens, bis sie eines Tages von norwegischen Männern aus der Familie gerissen wird. Die samischen Kinder werden in Internate gesteckt. Dort müssen sie ihre Herkunft vergessen und die norwegische Sprache sprechen. 
Ailu vermisst ihre Familie und ist schrecklich traurig. Sie hofft so sehr, dass ihr Vater kommt und sie rettet. Doch eines Tages zerspringen all ihre Hoffnungen.

Persönliche Meinung:

Nachdem mir "Im Land der weiten Fjorde" ja so unheimlich gut gefallen hat, habe ich vor einigen Tagen zu diesem Buch gegriffen, um ganz schnell wieder nach Norwegen zu reisen.

Ich konnte mich sofort wieder in die Geschichte fallen lassen, denn der Schreibstil ist auch in diesem Buch wieder unglaublich gut.

Die Protagonistin Nora kennen wir schon aus dem ersten Buch, in dem ich sie auch schon sehr mochte. Hier beschäftigen wir uns mit ihren Wurzeln und der Vergangenheit ihrer Familie. Auch über ihre samischen Vorfahren erfahren wir einiges, in dem wir mit Ailu in das Jahr 1915 reisen. 

Nora ist eine tolle Frau und ich konnte mich sehr gut in sie hinein versetzen. Auch den neuen Teil ihrer Familie habe ich sehr ins Herz geschlossen. Ich finde vor allem ihre Großmutter so so so liebenswert und hätte diese Frau gerne kennen gelernt. Was natürlich ja nicht geht, aber ihr wisst wie ich das meine.

Mielat, der Hundezüchter, ist auch ein toller Mann. Seine Huskyaugen konnte ich mir immer sehr gut vorstellen. Auch seine Hunde, die er ja züchtet, habe ich mir immer im Kopf ausgemalt.

Die Umgebung wird hier so toll beschrieben, dass ich quasi alles vor mir gesehen habe. Das hat mir schon im ersten Buch so gut gefallen. Da ich ja der absolute Wintertyp bin, konnten mich die Beschreibungen über Schnee und Rentiere total verzaubern. Diese Sehnsucht, die mich im ersten band schon ergriff, kam hier auch wieder zum Vorschein. Irgendwann in meinem Leben möchte ich dieses Land endlich bereisen.

Die Rückblenden, die wir mit dem samischen Mädchen Ailu erleben, haben mich teilweise sehr traurig gemacht. Es ist immer wieder erschreckend, wenn Menschen wegen ihrer Herkunft ausgegrenzt werden. Und für die Sami war das zu der Zeit damals wirklich sehr schrecklich. Ich habe mit der kleinen Ailu regelrecht mit gelitten und auch mitgefiebert, als sie zu einer jungen Frau heran wuchs.

Beim lesen der Geschichte habe ich wieder ganz oft meine Wikipedia App geöffnet um mich über Orte und weiteres nebenher zu informieren.

Fazit und Bewertung:

"Töchter des Nordlichts" hat mir sehr gut gefallen. Der Schreibstil ist klasse, die Charaktere sehr liebenswert. Dazu ist auch diese Geschichte wieder sehr spannend und man fiebert mit den Charakteren total mit.

Dennoch hat mir das erste Buch der Autorin besser gefallen, denn in die Geschichte hatte ich mich ja wirklich verliebt. Aber auch dieses Buch hier ist wieder eine absolute Empfehlung und ich bin sehr glücklich, es gelesen zu haben und nun in meinem Regal stehen zu haben. Ich freue mich sehr auf das nächste Buch, dass schon in meinem Regal steht, und vergebe:

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