Freitag, 29. Mai 2015

"Die Kurtisane und der Samurai" von Lesley Downer




"Die Kurtisane und der Samurai"

Lesley Downer
Historik
366 Seiten mit Danksagung
9,99 Euro als Taschenbuch










Challenges:

TaskChallenge Mai Aufgabe 3: Reale Welt (Japan)


Inhalt:

Japan, 1868:
Als der der Gatte der jungen Hana in den Krieg zieht ahnt sie noch nicht, dass ihr Leben sich komplett ändern wird. Denn schon bald muss sie aus ihrem Haus flüchten, als es angegriffen wird und alles hinter sich lassen.
Doch wo soll sie hin? Ihre Familie ist tot und durch den Rang ihres Mannes ist sie ein gern gesehenes Opfer für die Krieger aus dem Süden Japans.
So kommt es, dass Hana in Yoshiwara landet, dem Vergnügungsviertel bei Tokio. Doch das Leben, dass sie dort erwartet macht ihr Angst und sie muss viel lernen, um nicht vor Kummer um zu kommen.
Auch den Samurai Yozo verschlägt es nach einer Schlacht nach Yoshiwara. Und dort trifft er auf Hana und wird sofort von ihr verzaubert. Doch Hana ist eine Kurtisane und darf sich nicht einfach in die Arme eines jeden Mannes begeben, der nicht für sie bezahlen kann.

Persönliche Meinung:

Eine japanische Geschichte und das noch im 19. Jahrhundert. Diese Kombination musste einfach gut sein.

Als mich das Buch vom erreichte, habe ich sofort zu lesen begonnen und war gleich begeistert. 
Der Schreibstil der Autorin ist einfach klasse. Die Geschichte liest sich wirklich gut und man fliegt nur so durch die Seiten.

Die Protagonistin Hana habe ich gleich in mein Herz geschlossen. Die Frauen hatten es damals wirklich nicht leicht und ich habe alle Frauen nur bewundert, die mir während des lesens begegnet sind. Natürlich ist das nur ein Buch, ja. Aber man weiß ja, dass es damals wirklich so war und es ist einfach jedes mal immer wieder schockierend, wenn man das so vor Augen geführt bekommt.

Zu Beginn ist Hana noch sehr schüchtern. Sie hat Angst vor ihrem Mann. Als sie flüchten muss ist sie verzweifelt und leichtgläubig. So landet sie schließlich in Yoshiwara und soll Kurtisane werden.
Für alle die, die jetzt nicht so viel mit den Begriffen anfangen können etc., Kurtisanen sind quasi Prostituierte. Sie sind dem Haus in dem sie angestellt sind verpflichtet und müssen dort mit den Männern schlafen, die dafür bezahlen. Anders also, als bei den Geishas, die ja nur für die Unterhaltung der Männer zuständig sind.
 Kurtisanen müssen irgendwann von ihrem Haus freigekauft werden von einem so genannten Gönner, mir dem sie dann eine Verbindung eingehen müssen. So einmal ganz grob erklärt.

Hana ist natürlich nicht ganz freiwillig Kurtisane geworden, hat aber auch keine große Wahl und lernt mit der Zeit, damit um zu gehen. 
Sie macht eine unglaubliche Entwicklung durch, dennoch schimmert immer wieder durch, dass sie tief im Herzen noch sehr zerbrechlich ist. Und das mag ich an Hana einfach sehr. Eine starke Frau, aber sie hat auch noch ihre Schwächen.

Unser zweiter Protagonist ist der Samurai Yozo. Mit ihm ziehen wir gemeinsam in den Bürgerkrieg. Ich muss zugeben, diese Kapitel über den Krieg haben mir weniger gefallen. Sie sind wirklich spannend geschrieben und sehr lehrreich, Und auch Yozo ist toll. Aber es ist einfach nicht so meins.
Dennoch war es ok, denn die Kapitel sind nicht lang und wechseln sich auch immer mit den Kapiteln über Hana ab.
Auch wusste ich bisher gar nichts von diesem Krieg und war doch sehr erstaunt und dankbar, dass ich mein Wissen wieder erweitern konnte.

Leider wird auf dem Rückentext des Buches schon ziemlich viel verraten von der Geschichte, was ich ein wenig schade fand. 

Das Ende war dennoch für mich überraschend. Warum, müsst ihr am besten selbst raus finden.

Empfehlenswert ist hier auch das Nachwort, in dem geschrieben wird, was an der Geschichte tatsächlich Realität ist und welche Figuren es wirklich gab. Und das ist schon einiges. Finde ich super. 
Geschichtliche Hintergründe sind hier jedenfalls einige vorhanden und laden dazu ein, sich näher mit dem Thema zu beschäftigen.

Die Autorin Lesley Downer ist eine Japan-Expertin und hat dies auch in ihrem Buch wunderbar umgesetzt. Sie war selbst lange in Japan und hat sich sogar zur Geisha ausbilden lassen.

Fazit und Bewertung:

Eine schöne Geschichte, die einen viel lehrt und trotzdem leicht zu lesen ist. Die Protagonisten schließt man schnell ins Herz und gerade auch deswegen haben mich bestimmte Szenen sehr berührt und vor allem nachdenklich gestimmt, Allein die Kriegsszenen haben mich ein klein wenig gestört. Sie sind aber natürlich für den Verlauf der Geschichte und der Entwicklung der Charaktere unglaublich wichtig!
Eine Liebesgeschichte ist natürlich vorhanden, allerdings nicht sehr aufdringlich.

Ich vergebe:


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