Samstag, 23. Mai 2015

"Die Teeprinzessin" von Hilke Rosenboom





"Die Teeprinzessin"

Hilke Rosenboom
Jugend/Historik
Empfohlen ab 12
445 Seiten
8,95 Euro als Taschenbuch







Challenges:

Task Challenge Aufgabe 1 für den Mai: Blüte auf dem Cover
SchockiBooksChallenge Aufgabe 12 Schokolade mit Fruchtfüllung




Inhalt:

Die 15 Jahre alte Betty lebt mit ihrem Vater, dem Silberschmied, in Emden. Gleich nebenan wohnt ihr bester Freund Anton, deren Vater ein großer Teehändler ist. Eines Tages geschieht im Kontor des Teehandels ein Unglück, an dem Betty schuld sein soll. Ihr Leben ändert sich sehr zum schlechten und aus lauter Verzweiflung nimmt sie eines Tages einen unsicheren Auftrag an: Sie soll verkleidet als junger Mann nach China reisen um eine Teelieferung entgegen zu nehmen. 
Doch leider verläuft auch diese Reise nicht nach Bettys Vorstellungen. Ihr einziger Lichtblick ist der geheimnisvolle Mann, der sie schon in Emden rettete. Doch auch mit ihm scheint nicht alles nach Plan zu laufen.

Persönliche Meinung:

Endlich habe ich dieses wunderschöne Buch zur Hand genommen und es regelrecht verschlungen.
Ich kann direkt sagen, dass ich den Schreibstil in diesem Buch sehr mochte und die Geschichte mich in fremde Welten entführt hat. Das es sich hierbei um ein Jugendbuch handelt, hat dem keinen Abbruch getan, es konnte mich als erwachsene Frau trotzdem sehr begeistern.

Die Geschichte liest sich locker und leicht. Sie ist nicht schwer zu verstehen. Da das Buch ab 12 empfohlen wird, hatte ich mir das aber auch erhofft. Das die Geschichte allerdings trotzdem so spannend und voller Emotionen steckt, habe ich ehrlich gesagt weniger erwartet.

Unsere Protagonistin Betty ist 15 Jahre alt und in ihrem Leben geht plötzlich alles schief, was nur schief gehen kann. Innerhalb kurzer Zeit ändert sich alles und so ist es kein Wunder, dass sie sich aufmacht, um in China neuen Tee entgegen zu nehmen. Eine abenteuerliche Reise beginnt, in der Betty noch mehr über sich heraus wachsen muss.

Betty ist wirklich eine kleine Heldin. Mir allerdings manchmal schon zu heldenhaft. Ja, damals war das alles noch anders als heute, aber ich finde es trotzdem manchmal etwas zu übertrieben, wenn ein Mädchen sich wie ein erwachsener Mann durchschlägt. Gerade da es ein Jugendbuch ist, finde ich manchmal einfach zu unrealistisch. Natürlich funktioniert Betty hier sicher als selbstbewusstes Vorbild. Aber irgendwann ist es einfach zu viel. Allerdings ist es in den meisten historischen Büchern ja so, dass die Frauen einfach sehr stark sind.

Schön finde ich hier die Liebesgeschichte. Sie ist nicht zu dominant, so dass 12 jährige Mädchen auch gut damit zurecht kommen werden. Und sie ist auch nicht zu flach, so dass große Mädchen sie ebenfalls mögen werden *g*

Der Tee spielt in diesem Buch natürlich eine sehr große Rolle und ich muss sagen, dass ich neben dem lesen sehr viel auf Wikipedia nachgeschlagen habe und die Geschichte mein Interesse am Darjeeling Tee geweckt hat. Gestern habe ich dann auch tatsächlich den ersten Darjeeling meines Lebens getrunken und dabei das Buch beendet. Es war wirklich herrlich.

Sehr gut gefallen hat mir auch die Aufmachung des Kapitel. Dort kann man immer genau sehen von was bis was es geht und wo sich Betty nun aufhält. Eine sehr tolle Idee, gerade für jüngere Leser. 




Leider ist die liebe Autorin Hilke Rosenboom schon vor einigen Jahren verstorben. Finde ich wirklich sehr schade und ich bin froh, dass sie uns ein so tolles Buch hinterlassen hat.

Fazit und Bewertung:

Ein wirklich schönes historisches Jugendbuch. Ich kann es absolut empfehlen. Es bringt den Kids Historik näher und auch für uns Erwachsene ist es absolut was. Vor allem, wenn ihr dem Genre Historik bisher eher abgeneigt ward oder euch nicht so wirklich vorstellen könnt, dass es was für euch ist. Solltet ihr eher schon hochtrabendere Historik lesen, wird das sicher eher nichts sein oder zu seicht. 

Das Buch war durchweg spannend und hat mich nicht gelangweilt. Der einzige Kritikpunkt für mich ist, wie schon oben geschrieben, dass Betty mir manchmal schon unrealistisch stark erscheint.

Ich vergebe für "Die Teeprinzessin":




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