Mittwoch, 10. Juni 2015

"Das Lächeln der Fortuna" von Rebecca Gablé




"Das Lächeln der Fortuna"

Waringham-Saga Band 1 von aktuell 4 (5 kommt im Herbst)
Rebecca Gablé
Historischer Roman
1196 Seiten
ca. 10 Euro, je nach Ausgabe








Challenges:

TaskChallenge Juni Aufgabe 2: Als Taschenbuch und als Hardcover erhältlich
Ran an den SuB Challenge Juni Aufgabe: Männliche Protagonisten
SchockiBooksChallenge Aufgabe 2 Vollmilchschokolade: Braunes Buch


Inhalt:

Wir schreiben das Jahr 1360 in England:
Der im Kloster lebende Robin von Waringham erfährt, dass sein Vater wegen angeblichem Hochverrat angeklagt und verurteilt wurde und er nun keine Heimat, keinen Titel und nichts mehr hat.
Doch Robin lässt sich nicht unterkriegen und büchst aus dem Kloster aus um sich in seine Heimat durch zu schlagen. Dort heuert er im Pferdestall an und "spioniert" die neuen Herrschaften von Waringham aus. Vor allem der Sohn Mortimer wird zu Robins größtem Feind.
Doch Robin ist zäh und so arbeitet er sich in seiner Stellung wieder nach oben. In seinem Hinterkopf hat er jedoch immer nur sein geliebtes Waringham, was er um jeden Preis zurück haben möchte.

Persönliche Meinung:

Wow!!!! Wow wow wow....

Schon so oft wurde mir diese Reihe empfohlen. Die Königin der Historik, beste Reihe überhaupt....und und und. Abgeschreckt hat mich immer diese enorm hohe Seitenzahl.

Jetzt, wo ich dieses grandiose Buch endlich gelesen habe, frage ich mich, warum ich mich davon habe beeinflussen lassen.

So viel vorne weg, dieses Buch ist tatsächlich der beste historische Roman den ich jemals gelesen habe.

Die Geschichte beginnt in England 1360. Der junge Robin ist im Kloster, als sein Vater wegen Hochverrat verurteilt wird und der Familie alle Titel aberkannt werden. Robin glaubt nicht, dass sein Vater den König verraten haben soll und flüchtet aus dem Kloster in seine Heimat Waringham. Robin ist zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre alt und ich fand es mal wieder befremdlich, wie erwachsen dieses Kind schon war. Aber es waren andere Zeiten. Das darf man gerade in Mittelalter Romanen nicht vergessen.

Robin arbeitet als Stallknecht und im Laufe der Zeit wird er natürlich älter und arbeitet sich wieder in eine bessere Stellung. Sein Erzfeind Mortimer, der Sohn des neuen Earl of Waringham, wird sein Todfeind und die beiden würden sich am liebsten gegenseitig ums Eck bringen.

Robin ist ein unglaublich toller Charakter. Dieser kleine starke Junge, der sich durch Leben kämpft hat mir so viel Freude bereitet. In dem Buch wachsen wir ja auch quasi mit Robin auf und begleiten ihn durch seine Jugend und noch viele weitere Jahre. Denn das Buch spielt über viele Jahre. Was natürlich auch die hohe Seitenzahl erklärt. Es ist also nicht so, dass eine kurze Geschichte einfach in die Länge gezogen wird. 
Diese fast 1200 Seiten stecken von vorne bis hinten voll mit Spannung und Abenteuer. Und vor allem auch voll mit englischer Geschichte. Aber eben verpackt in eine grandiose Story. Selbst mein Mann, der sich für England eher weniger interessiert, hat das Buch mittlerweile gelesen und ist ebenfalls total begeistert. "Das Lächeln der Fortuna" ist also auch ein Roman, der Frauen und Männer gleichermaßen begeistern kann.

Nicht nur Robin, auch alle anderen Charaktere sind toll ausgearbeitet und schleichen sich beim lesen ins Herz oder, wie im Falle Mortimer, erwecken sie schreckliche Gefühle in einem.
Über die weiteren Charaktere mag ich nichts schreiben, da ich sonst viel von der Geschichte spoilern würde und das muss ja nun nicht sein. Der Duke of Lancaster ist allerdings mein Liebling des Buches. Ich finde ihn einfach klasse und habe mich immer gefreut, wenn er in der Geschichte vor kam.

Der Schreibstil der Autorin ist klasse. Ich hatte befürchtet, dass ich vielleicht damit nicht klar komme, da ich ja sonst eher seichte Historik a la Iny Lorentz lese. Aber ich hatte wirklich keine Probleme, ganz im Gegenteil. Sie schreibt so gut, dass man in die Geschichte abtauchen kann. Man hört die Hufschläge in seinem Wohnzimmer klappern und riecht förmlich den Flair des Mittelalters.


Fazit und Bewertung:

Ja, was soll ich noch schreiben? Der beste historische Roman, den ich bisher gelesen habe. Wenn auch tiefgehender als sonst, hatte ich keine Probleme und kann auch dieses Buch wieder jedem empfehlen. Auch wenn ihr sonst eher keine Historik lest, traut euch. Es gibt so viel zu entdecken in diesem Buch, ihr verpasst wirklich etwas.

"Das Lächeln der Fortuna" bekommt natürlich



Ich würde mehr vergeben, wenn das gehen würde!

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