Montag, 25. Januar 2016

"Das Haus bei den fünf Weiden" von Liz Balfour



"Das Haus bei den fünf Weiden"
Liz Balfour
Roman, Familiengeheimnis, Liebe
300 Seiten
9,99 Euro als Taschenbuch
auch als Ebook erhältlich


Inhalt:

Die zur Zeit leider arbeitslose Hanna soll im Auftrag ihrer Mutter den Nachlass in einem alten irischen Herrenhaus begutachten und geht zunächst sehr skeptisch an die Arbeit. Denn es handelt sich hier nicht einfach nur um Möbel und andere Dinge die in einen Haushalt gehören. Mr. Oliver hat anscheinend sein ganzes Leben archiviert. Jeder Brief, jede Einkaufsliste, einfach alles. 
Hanna ist förmlich erschlagen von den vielen Informationen über Mr. Oliver. Und sehr schnell bekommt sie so ein Gefühl, dass da mehr dahinter stecken könnte und so macht sie sich auf die Suche nach dem großen Geheimnis und ist sich ganz sicher, dass sie dieses auch finden wird.
Persönliche Meinung:

Als mein Schatz mir letzte Woche dieses Buch aus der Buchhandlung mit gebracht hat, war ich sofort begeistert vom Klappentext. Solche Geschichten über Familiengeheimnisse können mich ja immer wieder faszinieren und packen.

Von der Autorin hatte ich bisher auch (leider) noch nichts gelesen und so war ich gleich doppelt gespannt.

Ich denke die Tatsache, dass ich es innerhalb von zwei Tagen gelesen habe spricht für das Buch und vor allem für den Schreibstil der Autorin. Ich bin wirklich nur so durch die Seiten geflogen und war gefesselt von Mr. Olivers Geschichte.

Der Roman ist aufgemacht wie so ziemlich jeder in diesem Genre. Wir befinden uns zum einen in der Gegenwart und zum anderen gibt es Rückblenden in die Vergangenheit.

Den Part der Gegenwart übernimmt hier unsere liebe Hanna. Diese ist eigentlich Anwältin. Doch da sie sich in einem Fall gegen ihre Kanzlei stellte, wurde sie entlassen und hat sehr schlechte Karten jemals noch einmal als Anwältin tätig zu sein. Ihre Mutter führt ein Antiquitäten Geschäft und überredet Hanna dazu nach Irland zu reisen, um dort den Nachlass von Thomas Oliver zu begutachten. Erst skeptisch sieht sie das ganze dann jedoch als eine Chance einen Neuanfang zu starten. Denn nicht nur ihr Job ist weg, nein, auch ihr Freund hat sie für eine andere sitzen lassen.
Natürlich wartet in Irland nicht nur das alte Haus auf sie sondern auch ein paar nette Männer und Hanna hat immer weniger Zeit sich den Kopf über ihren Ex zu zerbrechen.

Die Kapitel in der Vergangenheit bestehen aus Briefen von Thomas in denen er von seiner Vergangenheit erzählt. Kindheit, Jugend, die erste Liebe und anderes. An wen die Briefe gerichtet sind und wann sie auftauchen werden kann man hier allerdings erst einmal nur spekulieren.
Thomas erzählt aber nicht nur über die Liebe, denn in seiner Jugend rund um den ersten Weltkrieg war ja auch politisch einiges los. Und so bekommt man hier auch wieder einiges an Wissen mit, ohne dass es lehrhaft oder langweilig erscheint. Wie man sich denken kann geht es hier natürlich vor allem auch um die IRA.
Zugegeben, damit kann ich leider nicht all zu viel anfangen. Es war interessant darüber zu lesen und vieles wusste ich auch noch nicht. Aber so richtig faszinieren konnte mich dieses Thema jetzt leider nicht.

Dennoch war der Roman durchweg spannend und was fürs Herz. Mir haben sowohl Hannas als auch Thomas' Kapitel sehr gut gefallen und es war an keiner Stelle langatmig oder langweilig.

Auch die Charaktere habe ich zum großen Teil schnell ins Herz geschlossen und mochte gerne von ihnen lesen. In beiden Zeitebenen gab es aber auch Charaktere die mir unsympathisch waren. Aber da werdet ihr auch schnell merken wen ich meine, wenn ihr das Buch selbst lest.

Autorin:

Liz Balfour, geboren 1968, studierte Theaterwissenschaften und ist als Dramaturgin in Deutschland sowie im englischsprachigen Raum tätig. Schon von früher Jugend an war sie fasziniert von Irland, der grünen Insel, und verbringt ihre freie Zeit am liebsten im County Cork.


Fazit und Bewertung:

Eine wirklich schöne Familiengeschichte und es macht Spaß sie zu entdecken. Der Schreibstil ist locker und flüssig und trägt somit dazu bei, dass man kaum von dem Buch loskommt und unbedingt wissen möchte wie es denn jetzt weiter geht.

Mich hat lediglich der politische Aspekt etwas gestört, wobei gestört auch nicht der richtige Ausdruck dafür ist. Ich kann mit diesem Thema einfach nicht ganz so viel anfangen.

Ich werde defintiv noch weitere Bücher der Autorin lesen und vergebe:









1 Kommentar:

  1. Hey Anika,
    das Buch habe ich auch noch auf der Wunschliste. Deine Rezi ist toll und ich freue mich nun noch mehr darauf!
    Liebe Grüße, Petra von Papier und Tintenwelten

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