Sonntag, 25. Juni 2017

"The girl before" von JP Delaney

"The girl before"
JP Delaney
übersetzt von Karin Dufner
Thriller
400 Seiten
13 Euro als Klappenbroschur
ebenfalls erhältlich als Ebook und Hörbuch


Inhalt:


Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich nicht allein bin. Manchmal glaube ich, dass dieses Haus mich beobachtet. Etwas muss hier geschehen sein. Etwas Schreckliches.

Nach einem Schicksalsschlag braucht Jane dringend einen Neuanfang. Daher überlegt sie nicht lange, als sie die Möglichkeit bekommt, in ein hochmodernes Haus in einem schicken Londoner Viertel einzuziehen. Sie kann ihr Glück kaum fassen, als sie dann auch noch den charismatischen Besitzer und Architekten des Hauses kennen lernt. Er scheint sich zu ihr hingezogen zu fühlen. Doch bald erfährt Jane, dass ihre Vormieterin im Haus verstarb – und ihr erschreckend ähnlich sah. Als sie versucht, der Wahrheit auf den Grund zu gehen, erlebt sie unwissentlich das Gleiche wie die Frau vor ihr: Sie lebt und liebt wie sie. Sie vertraut den gleichen Menschen. Und sie nähert sich der gleichen Gefahr.


(Quelle: Penguin Verlag)


Persönliche Meinung:

Der Klappentext dieses Buches hat mich sofort angesprochen und ich war sehr gespannt, was sich hinter dieser Geschichte verbirgt.

Am Anfang hatte ich etwas Probleme mit dem Schreibstil. Die Kapitel sind immer aus Sicht der Frauen geschrieben. Heute erzählt Jane und das damals erzählt Emma. Das wird auch immer gekennzeichnet, damit man nicht durcheinander kommt oder rätseln muss um wen es gerade geht. Trotzdem tat ich mich mit der Art und Weise wie es erzählt wird etwas schwer. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich daran und dann lässt sich das auch flüssig lesen.

Wie schon im Inhalt steht geht es hier um Jane. Jane hat etwas schreckliches erlebt und sucht nun nach der Möglichkeit irgendwie neu an zu fangen. Ihre Maklerin zeigt ihr dann dieses Haus. Hoch modern, clean und eigentlich über ihrem Budget. Aber der Eigentümer lässt da wohl mit sich reden. Und nach einem Vorstellungsgespräch, einem Haufen Regeln und dem ausfüllen eines ewig langen Fragebogens zieht Jane in das Haus.

Auch Emma hat damals schlimmes erlebt. Und auch sie suchte gemeinsam mit ihrem Freund Simon einen Neuanfang in dem Haus. Und genau wie Jane kam sie dem Eigentümer näher. Für Emma endete das Leben in diesem besonderen Haus aber tödlich.

Als Jane dies heraus findet und dann noch bemerkt, dass sie Emma verblüffend ähnlich sah, fängt sie an zu recherchieren. Und fühlt sich irgendwann doch nicht mehr so sicher.

Die beiden Charaktere, Jane und Emma, waren mir schon auf ihre Art und Weise manchmal sympathisch. Was ich aber einfach nicht verstehen kann: warum lässt man sich auf sowas ein? Diese Regeln für das Haus sind einfach so unmöglich ich verstehe nicht, wie man das hinnehmen kann. Man darf dies nicht und das nicht und alles wird von einem hauseigenen System überwacht und aufgezeichnet. Gruselig! Keinerlei Privatsphäre. Keine! Diese Unverständnis war mir beim lesen im Weg. Ich weiß, es ist ein Buch. Nicht echt. Aber ich fand es einfach so unlogisch, dass ich mich schon fast darüber aufgeregt habe. Nein, nicht fast. Ich habe xD Es kam mir einfach so naiv und dumm vor. 

Simon und auch der Eigentümer Edward kommen zwar oft vor, man kommt ihnen aber nicht näher.
Generell kommt man keinem Charakter sehr nah. Ich jedenfalls konnte mich in keinen so wirklich hinein versetzen. Alles wirkte auf mich eher oberflächlich.

Leider hatte das Buch für mich auch einige Längen und es war nicht so spannend, wie ich erhofft habe. Man kann hier und da grübeln wie was jetzt zusammen hängt. Aber meist plätschert es leider vor sich hin. Die letzten 50 Seiten haben dann noch einmal einiges raus geholt und diese haben mir auch sehr gut gefallen. Auch wenn meine Vermutung des Ende sich dann auch noch bestätigt hat. 

Fazit und Bewertung:

"The girl before" ist leider nicht so spannend wie erhofft. Und auch der Schreibstil hat mir nicht so richtig zugesagt. Als schlecht würde ich das Buch aber nicht bezeichnen. Grad zum  Ende konnte es mich dann überzeugen und wurde spannend. Und Jane hat für mich endlich mal sinnvoll gehandelt.
Ich habe schon besseres gelesen aber auch schlechteres.
Dieser Thriller siedelt sich daher im mittleren Bereich an und bekommt von mir 3 Pfötchen.




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